Konzept

Wir begreifen Bildung als einen dynamischen Prozess, der stufenweise verläuft und bei dem jede Bildungsstufe auf der vorherigen aufbaut. Legt man dabei die ersten Grundlagen spielerisch und thematisch breit, können Grundschulbildung und alle weiteren Bildungsstufen darauf aufbauen.

Kinder müssen die Möglichkeit bekommen, ihre Welt selbstständig und aktiv zu entdecken. Diese besteht sowohl aus Technik, als auch aus Natur, die die Kinder zwar umgibt, von ihnen aber ohne weiteres als gegeben wahrgenommen wird. Wie spannend ist es aber, zu erkennen, dass Natur und Technik erlebbar und mitgestaltbar sind. Wie faszinierend ist es, wenn man begreift, wie das, was einen umgibt, funktioniert. Und wieviel faszinierender ist es zu erkennen, dass man selbst diese Umgebung gestalten und Neues erschaffen kann.

Bei uns können Kinder deshalb schon früh kindgerecht und praktisch lernen wie man zum Beispiel einfache Programmierungen an kleinen Robotern vornimmt, wie ein 3D-Drucker beim Tüfteln helfen kann, was zum kleinen Einmaleins der Elektronik gehört, wie Photosynthese in Bäumen funktioniert und vieles mehr, denn all das können schon kleine Kinder verstehen lernen und ihre Welt dann mit anderen Augen sehen!

Wir möchten Kinder zu Entdeckern machen. Wir möchten sie begeistern, sodass sie über sich hinauswachsen und sich gut entwickeln können. Wir möchten das breite und nicht zielgerichtete Interesse von Kindern nutzen, sodass ihnen die Neugierde an der Welt möglichst lange erhalten bleibt. Kinder, die verstehen und neugierig bleiben, fühlen sich auch sicher und fit für die Zukunft.

Welche Vorteile hat mein Kind?

Jede Form der frühkindlichen Bildung ist extrem effektiv, weil Kinder von früher Förderung viel stärker profitieren als von späteren Angeboten. Die Forschung spricht deshalb auch ganz konkret von intellektueller „Rendite“, die besonders gut ist, wenn man Kinder schon früh fördert bzw. sogar von „doppelter Dividende“.

Das liegt daran, dass das Kind in der Gegenwart etwas lernt und davon unmittelbar profitiert, es aber auch noch den „Nebeneffekt“ gibt, dass das Kind später andere Dinge ebenso leichter lernt, weil es auf kognitive (IQ-Verbesserung, Wissen etc.) und nicht-kognitive Grundlagen (Selbstwertgefühl, Fähigkeit zu kommunizieren, Teamgeist etc.) aufsetzt. Gerade durch frühkindliche Bildung werden die kognitiven und nicht-kognitiven Fähigkeiten aber erwiesenermaßen extrem verbessert.

Leider findet besonders frühkindliche Bildung in Kitas zu wenig statt und es werden zu wenig Investitionen in diesem Bereich gemacht. Nur 5,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts fließen in Bildung, davon nur 0,7 % in frühkindliche Bildung, damit liegt Deutschland weit hinter dem OECD-Schnitt (vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.), Bildungsfinanzbericht, Wiesbaden 2012)

Untersuchungen haben außerdem gezeigt, dass Kitas nur ein mittelmäßiges Qualitätsniveau in der frühkindlichen Bildung erreichen, bei einem großen Teil ist die Qualität sogar unzureichend (NUBBEK – Nationale Untersuchung zur Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit, 2012).